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17.03.2017

Gewusst wie: Winter ade! Endlich kann ausgesät werden

Der Winter neigt sich dem Ende zu, und langsam aber sicher kündigen die ersten Sonnenstrahlen den Frühling an. Höchste Zeit, um frische Kräuter, Gemüse oder Sommerblumen für den Balkon oder den Garten vorzukeimen. „Mach mal“ zeigt euch, wie es geht.

Bevor das große Säen losgeht: Wann ist eigentlich die perfekte Zeit für die Anzucht von Pflanzen?

Das kommt ganz auf die Pflanze an. Viele Gemüsesorten, wie zum Beispiel Paprika oder Tomaten, kann man bereits Ende Februar oder Anfang März auf der Fensterbank vorziehen. Einige Kandidaten, wie die Gartenkresse oder die Frühlingszwiebeln, können auch schon im Januar ausgesät werden. Die Hauptsaison für die Pflanzenanzucht lässt sich allerdings auf den März und den April eingrenzen. Aussaatkalender helfen hier weiter. Die Auswahl ist riesig: Blumen, Kräuter, Gemüse – alles kann vorgezogen werden

Materialien, die zum Aussäen benötigt werden:

Zur Grundausrüstung für das Anzüchten von Pflanzen gehören natürlich das Saatgut der Pflanze, die ihr aussäen möchtet und außerdem eine spezielle Aussaaterde für Keimlinge. Wichtig hierbei ist, dass diese locker und feinkörnig ist - so bleibt sie gleichmäßig feucht, und die Samen können unter optimalen Bedingungen wachsen. Als Aussaatgefäße kommen flache Schalen oder bei größeren Samen Töpfe aus Plastik, Kunststoff oder Torf infrage. Wenn ihr Geld sparen möchtet, könnt ihr auch ganz einfach alte Joghurtbecher oder Eierkartons zu Gefäßen umfunktionieren. Zu guter Letzt benötigt ihr lediglich noch eine Sprühflasche oder Gießkanne, um die Pflänzchen wässern zu können, sowie einen sogenannten Pikierstab für das Umpflanzen. Alternativ könnt ihr aber auch dünne Äste oder Schaschlik-Spieße verwenden. Alles besorgt? Dann kann ausgesät werden.

Auf die Plätze, fertig, sähen!

Jetzt kann es endlich losgehen. Die ersten Arbeitsschritte sind eigentlich selbsterklärend: Das Pflanzgefäß muss mit der Aussaaterde und dem Saatgut befüllt werden. Vorher solltet ihr euch über die Saattiefe der jeweiligen Pflanze informieren – einige Samen müssen komplett von Erde bedeckt sein, andere dagegen nicht.

Der Grundstock ist gelegt, jetzt kann es schon ans Bewässern gehen. Sprühflaschen sind genauso gut geeignet wie kleine Gießkannen oder Schnabeltassen. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass ihr eure Pflanzen nicht ertränkt. Verwendet ihr Joghurtbecher, um die Keimlinge großzuziehen, so solltet ihr kleine Löcher in den Unterboden pieken, damit das Wasser auch ablaufen kann.

Damit die Keime schneller sprießen, empfiehlt es sich, die Schale mit einer Frischhaltefolie abzudecken. Hierdurch entsteht ein feuchtwarmes Klima, das perfekt für die Keimung ist. Ob die Samen zum Keimen eher Licht oder Dunkelheit benötigen, könnt ihr auf den jeweiligen Tütchen nachlesen. Generell gilt allerdings: Pflanzen brauchen Licht! In absoluter Dunkelheit überleben die meisten Blumen- und Gemüsesorten nicht. 

Letzter Schritt: Pikieren und raus an die frische Luft!

Ungeduldige Gärtner können sich freuen: Die meisten Samen keimen relativ schnell und können bereits nach einigen Tagen pikiert werden. Das bedeutet, dass die stärksten Pflänzchen jeweils in ein eigenes Gefäß umgesetzt werden. Profis benutzen ein dafür speziell entwickeltes Pikierstäbchen, ein dünnes Ästchen oder ein Schaschlik-Spieß erfüllen aber auch ihren Zweck. Als Töpfe eignen sich natürlich in erster Linie Blumentöpfe oder –kübel.

Sind die Pflanzen stabil genug und scheint vermehrt die Sonne, wird es Zeit für einen letzten Umzug: Es geht endlich nach draußen auf den Balkon oder in den Garten. Viele Sämlinge sind zunächst etwas empfindlich und müssen erst einmal an ein trockeneres Klima gewöhnt werden. Aufpassen: Nachts kann es im März oder April noch sehr kalt sein, daher bietet es sich an, die Pflanzen zunächst nur tagsüber rauszustellen und über Nacht wieder hereinzuholen. So können sich die Pflanzen allmählich an das neue Klima gewöhnen. Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können die Pflanzen dann ins Freiland ziehen.

Inspiration gefällig? Drei „Mach mal“-Projekte zur Pflanzenanzucht.

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Aus einem Garten im Fließtal

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Zu guter Letzt haben wir noch einen interessanten Buchtipp für euch:

Trotz Platzmangel Gemüse und Kräuter selbst anbauen? Dann können wir euch „In die Höhe gärtnern“ aus unserer Ausgabe „Aufgeschlagen“ wärmstens empfehlen. 

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