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04.05.2017

Gewusst wie: Das ABC der Holzpflege

Der selbstgebaute Tisch aus Fichte, das Holzgeländer und die Palettenmöbel im Garten – Holz muss richtig behandelt und gepflegt werden, damit es keinen Schaden nimmt. Was ihr in Sachen Lasur, Lack, Öl und Wachs beachten müsst und wie ihr am besten vorgeht, verraten wir euch in unserem kleinen ABC der Holzpflege.

A wie… Aber warum ist es überhaupt wichtig Holz zu pflegen?

Möbel, die im Garten stehen, sind der Witterung ausgesetzt. Temperaturschwankungen, UV-Strahlen und Nässe schädigen das Holz und bringen es zum Verrotten. Außerdem bildet sich draußen ein natürlicher Grauschleier, die sogenannte Patina. Das ist ein natürlicher Holzschutz, der aber eher unschön ist.

Auch das Holz im Haus ist nicht sicher vor dem Zahn der Zeit. Wenn Staub sich auf dem Holz ablegt, geht der Glanz verloren. Wer seine Holzmöbel, den Holzboden, Terrassen oder Geländer regelmäßigt pflegt, kann die Lebenszeit erheblich verlängern und hat dauerhaft Freude daran!

B wie… Bevor es losgeht, muss alles sauber gemacht werden!

Vor der Pflege ist es wichtig, das Holz gründlich zu reinigen. Bei Möbeln im Haus reicht es, regelmäßig mit einem trockenen Staubtuch drüber zu gehen. Noch besser ist ein Staubwedel, denn damit entfernt man den Staub, ohne ihn in die Poren des Holzes zu drücken. Möbel im Garten, die Terrasse oder den Zaun sauber zu machen, ist etwas aufwändiger. Schmutz kann mit Neutralseife und einer weichen Bürste entfernt werden. Wenn die Oberfläche schon etwas rau ist, kann man sie mit Schmirgelpapier glätten. Auch Vogelkot, der hartnäckig auf dem Holz bleibt, kann man mit Schmirgelpapier zu Leibe rücken. Von wolfcraft gibt es den Universalschleifer, der mit seiner praktischen Form das Schleifen von Holzflächen vereinfacht.

C wie… (S)chon kann's losgehen!

Als erstes gilt es herauszufinden, ob das Holz bereits behandelt wurde, und wenn ja, womit. Bei unbehandeltem Holz hat man die Wahl:   

Lackieren

Lackiertes Holz hat eine starke Schutzschicht und braucht nicht viel Pflege, die regelmäßige Reinigung mit einem feuchten Tuch genügt. Allerdings ist das Holz durch den Lack komplett versiegelt, kann also nicht mehr atmen. Das bedeutet, es kann keine Luftfeuchtigkeit mehr aufnehmen und die Luftfeuchtigkeit im Raum ausgleichen. Atmendes Holz kann darüber hinaus Schad- und Geruchsstoffe aus der Luft aufnehmen und filtern sowie elektrische Ladungen der Raumluft vermindern.

Ölen

Öl ist eine sehr umweltfreundliche und natürliche Variante der Holzpflege. Es lässt sich leicht auftragen und bringt die Holzmaserung gut zur Geltung. Das Holz wird nicht versiegelt und bleibt atmungsaktiv. Allerdings muss in regelmäßigen Abständen nachgeölt werden. Leinöl ist das gebräuchlichste, außerdem eignen sich Walnussöl, Mohnöl oder Distelöl für die Holzbehandlung. Zum Auftragen nutzt man ein leichtes Tuch oder einen Pinsel. Spätestens wenn das Holz zu trocken wird, weiß man, dass es wieder Zeit ist für eine Portion Öl.

Wachsen

Wachs ist ebenfalls ein natürliches und umweltfreundliches Produkt und wasserabweisender als Öl. Man kann damit kleine Kratzer verschließen, und es verleiht dem Holz dauerhaften Glanz. Ein Nachteil ist nur, dass das Holz nach der Behandlung mit Wachs hitzeempfindlich ist. Holzwachse bestehen meistens aus Bienen- und Pflanzenwachs. Flüssigholzwachs trägt man zügig mit einem Flachpinsel auf, für cremiges Wachs wird am besten ein weiches Mikrofasertuch verwendet – und auch hier ist wichtig: regelmäßig nachbehandeln!

Lasieren

Lasuren werden aufgetragen wie Lack, doch nach der Anwendung bleibt die Maserung des Holzes weiter sichtbar. Auch bei der Lasur bleibt das Holz weiterhin atmungsaktiv. Eine Lasur ist allerdings weniger umweltfreundlich als Wachs oder Öl. In unserem Interview mit einem Experten von Alpina Farben findet ihr viele hilfreiche Tipps zum Thema Lasur und Lackieren.

Hat man sich für eine Möglichkeit entschieden, dann sollte man daran festhalten und bei der Nachbehandlung das gleiche Produkt verwenden. Gewachste Flächen sollten nicht etwa geölt, sondern weiterhin mit Wachs behandelt werden, und Kratzer im Lack werden wiederum mit Lack ausgebessert.

Vom ABC zum SOS! Was mache ich gegen Flecken und Kratzer?

Kratzer

Kratzer auf lackierten Oberflächen kann man einfach mit einem Lackstift behandeln. Wenn das nicht mehr hilft, sollte man die Lackschicht abschmirgeln und neu auftragen.
Unser Tipp für grobe Schadstellen: das presto Holzspachtel von MOTIP DUPLI! Das ist eine eingefärbte Spachtelmasse, mit der man problemlos kleine und mittlere Schadstellen an Holzoberflächen schließen kann.

Flecken

Ein Geheimtipp zur Bekämpfung von Flecken auf gewachsten oder lasierten Flächen ist der Föhn. Hat zum Beispiel ein zu heißer Topf einen Fleck auf dem dunklen Holztisch hinterlassen, kann man den Fleck einfach mit dem Föhn verschwinden lassen. Auch Kerzenwachs auf unbehandelten oder geölten Oberflächen kann man mit dem Föhn entfernen. Dafür kratzt man das Wachs grob ab und legt ein Löschblatt darauf. Dann hält man den Föhn auf die Stelle, das Löschblatt saugt dann die erwärmten Wachsreste auf.

Ihr seid auf der Suche nach Praxistipps? AkzoNobel hat zwei detaillierte Projekte, die euch weiterhelfen können:

Wenn Holz im Garten schon sehr von der Witterung mitgenommen wurde und die Farbe bereits abblättert, findet ihr in dem Projekt "Frischer Look fürs Holzgeländer" eine Anleitung, um sich darum zu kümmern.

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Gewusst wie, Holz, Lackieren, Haus, Garten

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