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12.01.2018

So geht’s: Laminat verlegen Schritt für Schritt

Laminatböden liegen bei Heimwerkern hoch im Kurs. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Laminat kommt einem Holzboden optisch und haptisch am nächsten, ist aber viel kostengünstiger und pflegeleichter. Und Laminat verlegen geht relativ schnell und einfach: Mit den richtigen Hilfsmitteln könnt ihr euren fertigen Boden bereits nach einem Tag bestaunen. Wir erklären euch Schritt für Schritt, wie man Laminat richtig verlegt.

Was muss vor dem Laminat verlegen beachtet werden?   

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Welcher Laminatboden passt eigentlich zu mir und meiner Wohnung? Der Laminatboden-Hersteller Classen bietet einen interaktiven Raumdesigner  auf seiner Webseite an. Hier könnt ihr einen Eindruck davon gewinnen, welcher Laminatboden zu euren Räumen passt. Nach dem Einkauf ist etwas Geduld gefragt: Etwa zwei Tage lang sollten die ungeöffneten Laminatpakete in dem Raum gelagert werden, in dem der Boden verlegt werden soll. So kann sich das Laminat akklimatisieren. Holz reagiert nämlich auf Feuchtigkeitsschwankungen der Raumluft – aus diesem Grund darf es in dem Raum, in dem das Laminat verlegt werden soll, auch nicht zu kalt sein.

Neben der richtigen Temperatur ist die Voraussetzung für einen schönen Laminatboden ein trockener, ebener und tragfähiger Untergrund. Wenn der Boden direkt auf Estrich verlegt werden soll, muss unbedingt eine spezielle PE-Folie gegen Feuchtigkeit ausgelegt werden. Alte Beläge, wie Teppichbodenreste, müssen entfernt werden bevor verlegt wird. In der Regel werden Laminatböden nicht auf dem Unterboden verklebt oder anders befestigt, sondern „schwimmend“ verlegt. Kurz gesagt: Die schmalen Paneele werden einfach zusammengesteckt und liegen anschließend als große Platte lose auf dem Untergrund auf. Noch ein letzter Rat bevor es losgehen kann: Laminat erzeugt einen relativ lauten Trittschall, der aber gedämmt werden kann. Händler wie ewifoam und Saarpor bieten je nach Untergrund unterschiedliche Trittschall-Dämmsysteme an. Diese reduzieren die Lautstärke, verbessern die Wärmedämmung und gleichen kleinere Bodenunebenheiten aus.

Jetzt geht es los: Laminat zuschneiden und richtig verlegen

1. Die erste Dielenreihe auslegen 

(Bildquelle: wolfcraft)

Beginnt damit, die ersten Dielen an der Wand auszulegen. Achtet unbedingt darauf, dass eine Dehnungsfuge von 10 Millimetern zwischen Paneel und Wand eingehalten werden muss! Hierfür gibt es spezielle Abstandskeile.



2. Das letzte Paneel der Reihe anpassen

(Bildquelle: wolfcraft)

Das letzte Stück der Wand wird angepasst, indem ihr den Abstand zur Wand messt und den Abstand auf das Paneel übertragt. Anschließend wird das Paneel entsprechend der aufgezeichneten Linie zugeschnitten. Hierfür könnt ihr eine Handkreissäge verwenden oder den praktischen Laminatschneider von wolfcraft. Das Paneel wird fixiert und kann nicht verrutschen, außerdem seid ihr vor Verletzungen geschützt!

 

3. Laminat Reihe für Reihe verlegen

(Bildquelle: wolfcraft)

Die einzelnen Reihen werden fortlaufend verlegt. Ist das Reststück von der ersten Dielenreihe länger als 30 Zentimeter, kann es für die nächste Reihe verwendet werden. Falls nicht: Ab in den Müll damit! Die einzelnen Reihen werden mithilfe von Hammer und Zugeisen eingesetzt. Haltet das Zugeisen mit einer Hand fest und verpasst ihm einen gezielten Schlag mit dem Hammer – dann fügt das Paneel sich fugenfrei ein. Nach und nach nimmt der Boden Form an und ihr bekommt einen Eindruck davon, wie euer Laminatboden aussehen wird.

 

 

4. Türzarge kürzen 

(Bildquelle: wolfcraft)

Vergesst nicht, die Türzargen entsprechend der Laminatstärke zu kürzen. Dazu nehmt ihr das Reststück eines Paneels und legt dieses vor die Türzarge. Führt nun eine Feinsäge so lange über das Paneel, bis die Türzarge komplett durchsägt ist.


5. Ausgleichsprofil anschrauben

(Bildquelle: wolfcraft)

Liegt im Nachbarraum ein anderer Boden, entsteht an der Tür ein kleiner Höhenunterschied. Mit einem Ausgleichsprofil aus dem Baumarkt könnt ihr diese Stolperfalle vermeiden. Dazu wird zuerst eine Bodenschiene auf dem Estrich befestigt, anschließend wird das Laminat darüber verlegt und zum Schluss das abgeschrägte Ausgleichsprofil auf die Bodenschiene geschraubt.

6. Heizungsrohre aussparen nicht vergessen!

(Bildquelle: wolfcraft)

Auch aus dem Boden ragende Heizungsrohre sind eine knifflige Sache. Um den Heizkörper nicht demontieren zu müssen, haben wir einen besonderen Tipp für euch: Mit einer Konturenlehre könnt ihr Bohrlöcher für die Heizungsrohre ganz einfach anzeichnen.



7. Die letzte Dielenreihe verlegen

(Bildquelle: wolfcraft)

 Fast geschafft! Die letzte Dielenreihe sollte nicht schmaler als fünf Zentimeter sein. Auch hier muss wieder die zehn Millimeter Dehnungsfuge eingehalten werden. Die fugenfreie Verbindung der letzten Reihe schafft ihr wieder mit Hammer und Zugeisen.

 

 

 

 

 

8. Fußleisten auf Gehrung zuschneiden

(Bildquelle: wolfcraft)

Diese knifflige Aufgabe könnt ihr mithilfe von Schmiege und Schneidlade lösen – wolfcraft bietet ein praktisches 2-in1-Tool. Legt dieses einfach in die Raumecke und arretiert die beiden Schenkel mit der Feststellschraube. Ist das Werkzeug passend eingestellt, werden die Fußleisten in die Führungsfläche des linken und rechten Schenkels gelegt. Anschließend könnt ihr mit einer einfachen Feinhandsäge die Fußleisten auf Gehrung schneiden. Fertig!

 

 

 

Noch mehr Infos zum Projektthema „Laminat verlegen“:   

Alle Produkte aus dem Laminat-Sortiment von wolfcraft und eine ausführliche Videoanleitung findet ihr hier: www.wolfcraft.de/de/projekte/laminat_verlegen/index.html

Wer das wolfcraft-Sortiment lieber direkt
in der Anwendung sehen möchte, sollte in das Produkttestvideo von YouTuber Tino Neuhoff reinschauen.

Es soll doch ein anderer Bodenbelag als Laminat werden? In diesem Magazinbeitrag geben wir Tipps zum Verlegen von Teppich, Fliesen und Co.

Laminat, Boden, Haus

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