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07.02.2018

Gönnt euren vier Wänden eine Renovierung: Tapezieren leichtgemacht

(Bildquelle: Metylan)

Wenn der Frühling naht, ist es Zeit für einen Tapetenwechsel – und das nehmen wir bei „Mach mal“ wortwörtlich! Wer noch nie selbst tapeziert hat, sieht diesem Projekt oft mit Respekt entgegen – das muss aber nicht sein! Wir zeigen euch, dass Tapezieren mit der richtigen Vorbereitung und cleveren Werkzeugen gar nicht so schwer ist.

Große Auswahl: Die richtige Tapete finden

Es gibt eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Tapetenarten. Den meisten Heimwerkern bestens bekannt ist die gute alte Raufasertapete, da sie sehr robust ist und man sie ganz einfach überstreichen kann. Immer beliebter werden Papier- und Vliestapeten, weil sie besonders atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sind. Außerdem sind sie leicht zu verarbeiten und daher bestens für Tapezier-Anfänger geeignet. Der kleine, aber feine Unterschied: Vliestapeten sind strapazierfähiger als Papiertapeten, und der Kleister muss nicht einweichen — er wird nicht auf die Tapete, sondern direkt auf die Wand aufgetragen. Aus dem Grund haben wir uns für unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Vliestapete entschieden. A.S. Création bietet zum Beispiel eine große Auswahl an Vliestapeten mit verschiedenen Mustern, Farben und Strukturen an.

Werkzeuge und Materialien zum Tapezieren

Beim Tapezieren kommen viele Werkzeuge zum Einsatz, die ihr wahrscheinlich bereits besitzt: Wasserwage, Bleistift, Zollstock, Schere bzw. Cutter, Pinsel und einen Eimer mit einem Rührwerkzeug. An Tapezierwerkzeugen benötigt ihr eine Streichrolle zum Auftragen des Kleisters sowie eine Moosgummiwalze, einen Tapezierspachtel und eine Tapezierbürste. Spezialkleister für Vliestapeten, zum Beispiel Metylan Direct Control, findet ihr in jedem Baumarkt. Total praktisch: Wieviel Tapete und Kleister ihr für eure Wand benötigt, könnt ihr ganz einfach mit einem Tapetenkalkulator ausrechnen.

Tapezieren Schritt für Schritt: So geht es richtig

Wände, Raum und Kleister vorbereiten: Die ersten drei Schritte gehören genaugenommen noch zur Vorbereitung auf das Tapezieren, sind aber wichtig! Mit Klebeband und Plastikfolie schützt ihr eure Fußleisten, Möbel und den Boden vor Flecken. Als nächstes geht es an die Vorbereitung der Wand, die tapeziert werden soll: Sie muss gleichmäßig, glatt und sauber sein. Hier könnt ihr nachlesen, wie das geht:

Wand, Decke, Boden

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Die richtige Vorbereitung zum Tapezieren

Metylan 02.06.2014

Trendige Farben, coole Muster, individuelle Akzente. Wer die eigenen vier Wände richtig aufpeppen will, gönnt ihnen eine neue Tapete. Erster Schritt ist die richtige Vorbereitung! ... Mehr lesen

  • Rubrik: Im Haus
  • Schwierigkeitsgrad: Easy
  • Kosten: Kosten: k.A.
  • Dauer: Unter 1 Tag
  • Personen: 1 Person

Schließlich muss der Kleister angerührt werden. Dafür füllt ihr einen Eimer mit Wasser und gebt den Kleister dazu. Achtet hier auf die Angaben des Herstellers, das Mischverhältnis kann je nach Produkt variieren. Anschließend circa 15 bis 20 Minuten quellen lassen.

Tapetenbahn zuschneiden und Kleister auftragen: Um die Tapetenbahnen korrekt zuschneiden zu können, müsst ihr den Abstand vom Boden zur Decke ausmessen. Rechnet etwa zehn zusätzliche Zentimeter an jeder Seite dazu, um sicherzugehen, dass die Tapete am Ende nicht zu kurz ist. Übertragt die Maße auf die Tapete und schneidet sie mit Schere oder Cutter zu. Besonders aufpassen muss man beim Zuschneiden und Kleben von Mustertapeten, denn sie besitzen einen sogenannten Rapport. Auf der Tapetenrolle ist angegeben, wie man die einzelnen Bahnen ansetzt, damit das Muster auf der Wandfläche nicht verrutscht.

Der Kleister sollte noch einmal kurz umgerührt werden, dann könnt ihr ihn mit dem Streichroller abschnittsweise auf die Wand auftragen. Achtet darauf, dass ihr den Kleister gleichmäßig und ausreichend auf der Wand verteilt. Danach könnt ihr direkt mit dem Tapezieren beginnen.

Metylan bietet speziellen Kleister für Vliestapeten an (Bildquelle: Metylan)

Tapete an der Wand anbringen: Beginnt beim Tapezieren immer in einer Raumecke. So könnt ihr sichergehen, dass die Tapete später auch gerade hängt. Die Faustregel, dass man „vom Licht weg“ tapezieren sollte, habt ihr vielleicht schon einmal gehört. Das hat einen simplen Grund: Die Nähte zwischen den Tapetenbahnen fallen so später nicht auf. (Bei Mustertapeten ist es optisch schöner, wenn ihr mit der ersten Bahn in der Mitte der Wand beginnt und euch dann nach rechts bzw. links vorarbeitet.)

Die erste Tapetenbahn muss unbedingt gerade an die Wand gebracht werden, denn alle weiteren Bahnen richten sich an ihr aus. Dazu wird die jeweils erste Bahn mit der Wasserwaage senkrecht ausgelotet. Drückt nun die Tapete gleichmäßig an der Wand fest. Hierbei kommen die Tapezierbürste und anschließend, wenn die Bahn gerade liegt, die Moosgummiwalze und/oder der Tapezierspachtel zum Einsatz. Sollten Luftblasen oder Falten entstehen, so könnt ihr diese ganz einfach von der Mitte bis hin zum Rand ausstreichen.

Wenn die Tapete gut sitzt, kommt der Tapezierspachtel zum Einsatz (Bildquelle: Metylan)

Die Überstände an der Decke, an der Seite und am Boden trennt ihr ganz einfach mit dem Cutter ab. Der Tapezierspachtel dient hierbei als Führungsschiene. Die weiteren Tapetenbahnen verlegt ihr parallel zu der ersten Bahn. Achtet darauf, dass ihr die Bahnen immer von Innen nach Außen mit der Tapezierbürste feststreicht. Sollte zwischen den Nähten etwas Kleister austreten, könnt ihr diesen mit einem feuchten Schwamm entfernen. Die letzte Tapetenbahn befindet sich wieder in einer Zimmerecke. In fast allen Fällen müsst ihr die Abschlussbahn auf die korrekte Breite zuschneiden. Dafür ermittelt ihr den Abstand zur Wand und addiert fünf Zentimeter für den Überstand dazu. Die Tapete dann verkleben und die Überstände wie bei den anderen Bahnen abtrennen. Und danach? Zurücklehnen und eure tapezierte Wand bestaunen!

Mehr Infos zum Thema Tapezieren:

Keine Angst vor Hindernissen! In der Sendung „Bauen und Renovieren“ zeigen euch der YouTuber „Let’s Bastel“ und der Maler Christoph Henn, wie man eine Wand mit Fenstern und Steckdosen tapeziert.

Noch mehr Tipps zum Tapezieren findet ihr in dieser ausführlichen Broschüre von Metylan.

Inspirationen gesucht? Schaut doch mal in die brandneue Tapetenkollektion „Best of Vlies 2018“ von A.S. Creation rein.

 

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