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01.08.2012

Aufgemöbelt: So bekommen alte Möbel neuen Charme

(Bildquelle: Hornbach)

Das Schränkchen von der Oma, das antike Schnäppchen vom Flohmarkt und der leicht ramponierte Stuhl in der Küche – obwohl sie oft schon in Mitleidenschaft gezogen sind, hängt unser Herz an den alten Stücken. Bei „Mach mal“ dreht sich im August alles darum, wie du deine großen und kleinen Möbelschätze wieder auf Vordermann bringst und zum echten Hingucker machst.

(Bildquelle: Brillux)

(Bildquelle: Motip Dupli)

(Bildquelle: Black&Decker)

(Bildquelle: Black&Decker)

(Bildquelle: ColorExpert)

(Bildquelle: Wagner GmbH)

(Bildquelle: Hornbach)

Verleimen und Verschrauben

Wichtig ist es zunächst, die Statik des alten Möbelstücks wieder herzustellen. Wackeln die Stuhlbeine oder die Schubladen der alten Kommode, sollte man unbedingt zuerst den alten Leim entfernen, bevor man neuen drauf gibt. Eine Schraubzwinge und Zulagen sorgen dann dafür, dass die Teile fest aneinandergepresst werden und der Leim richtig gut trocknen kann.

Furnier reparieren

Löst sich das Furnier, kann man den Klebstoff mit einem Bügeleisen erwärmen – häufig lässt er sich so wieder aktivieren. Zum Schutz des Holzes legt man am besten ein Handtuch auf die Bügelfläche. Klappt das nicht, muss neuer Leim aufgetragen werden. Vorsicht an kleineren, sich ablösenden Ecken: Das sehr dünne Holzblatt kann man beim Anheben schnell beschädigen. Daher empfiehlt es sich, den Klebstoff mit einer Spritze aufzutragen.

Fehlen bereits Stücke des Furniers, kann man sich im Baumarkt ein Reststück in geeigneter Maserung besorgen, dieses an die Lücke anpassen und festleimen. Kleinere Fehler im Holz lassen sich mit einem Wachskitt leicht beheben. Wachskitt gibt es in vielen verschiedenen Farben, so dass man immer den benötigten Ton trifft. Auch sogenannte Retuschierstifte oder spezielle Holzpasten sind nützliche Helfer bei der Aufbereitung alter Möbelstücke. Einer unserer "Mach mal"-User hat sogar schon ein Projekt dazu veröffentlicht!

Holzmöbel streichen

Eine neue Lackierung, und schon sehen deine Möbel aus wie neu! Zuerst solltest du das Möbelstück dafür gründlich reinigen. Um einen Lack auftragen zu können, ist es wichtig alte Lackschichten vorher zu entfernen. Das kann man auf unterschiedliche Weise machen: Mit einem speziellen chemischen Abbeizer, Schmirgelpapier, einer Schleifmaschine oder, richtig professionell, mit einem Heißluftgerät. Sollte das Möbelstück feine Verzierungen haben, ist eine Schleifmaschine mit einer sogenannten Fingerschleiffunktion, wie die von Black und Decker ein nützlicher Helfer. Bei Furnier sollte man nur sehr feines Schleifpapier verwenden, da das Holzblatt oft nur wenige Millimeter dick ist. Beim Lackieren von Holzmöbeln gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

Beize

Beim Beizen wird das Holz gefärbt. Die Beize dringt dabei in das unbehandelte Holz ein und hinterlässt auf der Oberfläche keinen Farbfilm. Im Baumarkt gibt es mittlerweile nicht nur alle gängigen Holztöne, sondern auch diverse Farbvariationen.

Lasur

Eine Lasur ist durchsichtig bis halbdeckend. Sie verleiht dem Holz nicht nur eine frische Optik, sondern schützt es auch vor Wettereinflüssen. Deshalb ist sie besonders gut für Möbel im Außenbereich zu gebrauchen.

Lack

Im Gegensatz zur Beize und Lasur handelt es sich hierbei um einen vollständig deckenden Anstrich. Der Kreativität sind beim Lackieren keinerlei Grenzen gesetzt: Ob matt oder glänzend, rot, grün oder blau, Lacke gibt es in vielen Variationen. Mittlerweile gibt es sogar Lacke auf Wasserbasis, also ganz ohne Lösemittel. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch besonders angenehm für Arbeiten im Haus, da die Lacke kaum riechen. Um die vollständige Deckkraft der Farbe zu erhalten, ist oft eine Grundierung notwendig, da der Lack dann besser haften kann.

Sprühlack kann das Lackieren erleichtern, insbesondere bei aufwändig verzierten oder verwinkelten Flächen. Den letzten individuellen Schliff erhaltet ihr mit ausgefallen Speziallacken, beispielsweise von Dupli Color. Inspiration gesucht? Schaut doch mal in unser Projekt „Nostalgie trifft Moderne“! Um die Flächen nach dem Streichen oder Besprühen zu schützen, empfiehlt es sich einen Klarlack aufzutragen. Lack eignet sich nicht nur für Holz, sondern auch für Kunststoff oder Metall.

Metall- und Kunststoffmöbel streichen

Auch Metall- und Kunststoffmöbeln kann man leicht zu neuem Charme verhelfen. Die Möbel sollten, bevor sie neu gestrichen werden, gründlich gesäubert werden. Metallmöbel befreit man von alten Lackresten und schleift sie leicht an, damit der Anstrich besser hält. Bei Gartenmöbeln empfiehlt es sich, einen speziellen Rostschutzlack oder -spray zu verwenden. Entweder trägt man vor der eigentlichen Grundierung eine Metallgrundierung auf, oder man verwendet einen 2in1 Rostschutzlack. Bei unserem EM-Fanstuhl in Deutschland Lackierung seht ihr, wie man auch bereits vergraute Kunststoffgartenmöbel zu einem echten Hingucker macht.

Möbel, Farbe, Einrichtung, Holz

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