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30.04.2013

Nutzgärten anlegen - Obst, Gemüse und Kräuter zu Hause ziehen

Tomaten, Himbeeren, Kräuter - Wir zeigen euch, wie ihr euren eigenen Nutzgarten anlegen könnt: Welche Obsorten eignen sich für die Anzucht zu Hause? Welches Gemüse passt in einen kleinen Garten? Und wo kann ich pflanzen, wenn ich gar keinen Garten habe?

Tomatenpflanze (Bildquelle: Lechuza)

Cascada-Turm (Bildquelle: Lechuza)

Aufzuchthaus (Bildquelle: Alpina)

Obstzwerge (Bildquelle: BKN Strobel)

Aussaat- und Kräutererde (Bildquelle: W. Neudorff)

Wassersteckdose im Einsatz (Bildquelle: Marley)

Vom Strauch in den Bauch: Vorzüge eines Nutzgartens

Wer im Supermarkt einkauft, muss schon mal in den sauren Apfel beißen. Denn oft ist das Obst und Gemüse dort nicht mehr so frisch, hat Druckstellen oder ist stellenweise noch grün. Tomaten, Zucchini oder Beeren gehören zu einer leckeren und gesunden Ernährung dazu, sind jedoch oft von Pestiziden und anderen Chemikalien belastet. Warum baust du dir dein Mittagessen also nicht selbst an? Das spart nicht nur Kosten und ist gesünder, sondern macht auch noch eine Menge Spaß! Obst kann direkt vor deiner Tür wachsen, sodass du es bei voller Reife ernten kannst. Frisch gepflückte Kräuter machen aus deiner Nudelsauce ein neues Lieblingsgericht, und die saftigen Tomaten wandern direkt vom Zweig in den Mund – so frisch schafft das selbst der Wochenmarkt nicht. Wir von „Mach mal“ zeigen dir, wie du deinen Balkon oder Garten zu deiner eigenen Gemüsetheke machen kannst.

Mein Nutzgarten: Wohin mit dem Salat?

Zum Gärtnern ist nicht unbedingt ein großer Garten oder ein Gewächshaus nötig. Das funktioniert auch prima auf der Fensterbank oder einem Balkon mit viel Licht! Georges zeigt in seinem Projekt, wie man dort Tomaten und andere Pflanzen anbauen kann. Ein kleiner Kräutergarten findet auch auf einem schmalen Fensterbrett Platz – hier ein Beispiel aus unseren Projekten.
Schnittlauch oder andere Kräuter wie Thymian, Oregano, Basilikum oder Gartenkresse kann man in der Pflanzwand „Hängende Gärten“ von toom schön zur Geltung bringen. Auch das Madoc-Kräuterbeet oder der etwas andere Kräutergarten machen im Garten viel her. Genügend Platz bietet ein überdachter Gartenarbeitsplatz. Eine schöne und zugleich rückenfreundliche Anbaumöglichkeit bietet ein Hochbeet. Man kann es mit unterschiedlichen Materialien wie Stein, Weidenruten, Granit-Palisaden oder sogar Terrassendielen selbst bauen. Mit den richtigen Maßen geht das natürlich auch auf dem Balkon. Für diesen eignet sich zum Beispiel der Cascada-Turm von Lechuza. Auch ein Aufzuchthaus passt hier gut hin. Alpina hat eine schöne Idee, wie man aus einem einfachen Kellerregal mit Lack und Folie eines bauen kann. 

Aussaat und Anzucht

Alle lieben Pommes Frites! Warum machst du sie nicht mal aus deinen eigenen Kartoffeln? Wie man Saatkartoffeln einpflanzt, wird hier erklärt. Natürlich kannst du auch anderes Obst oder Gemüse einpflanzen. Wie wäre es mit Gurken, Kohlrabi oder Möhren? Auch Erdbeeren, Stachelbeeren oder Himbeeren eigenen sich gut für die Anzucht zu Hause. Strauchobst wie Heidelbeere oder Johannisbeere ist dabei sehr platzsparend. Weitere leckere Obstsorten, die mit wenig Raum auskommen, gibt es von BKN Strobel. Die Zwergsauerkirsche oder der Zwergpfirsich sehen toll aus und finden auch auf einem kleinen Balkon ihren Platz. Setzlinge zum Einpflanzen kannst du im Fachhandel besorgen und einfach umtopfen. Du kannst deine Pflanzen aber auch selbst zu Hause ziehen und ihnen beim Keimen und Wachsen zusehen. Tipps für die Anzucht mit Saatgut aus dem Fachhandel gibt es von Floragard und Compo. Du kannst die Samen aber auch selbst aus Gemüse gewinnen und daraus deine Pflanze ziehen. So züchtest du deinen eigenen Tomaten- oder Paprikastrauch, oder sogar ein Avocadobäumchen.

Ernte gut, alles gut.

Wenn du mit der Ernte eher ungeduldig bist, sind Tomaten, Zucchini und Gurken eine gute Wahl für dich. Besonders die Gurke wächst schnell, wenn sie ausreichend feucht gehalten wird. In einem großen Garten ermöglicht dir die Wassersteckdose von Marley, deinen Gartenschlauch direkt in der Nähe des Beetes anzuschließen. Dann brauchst du ihn nicht jedes Mal auf- und abzurollen. Bei guten Witterungsverhältnissen kann bereits in der zweiten Maiwoche mit der Gurkenaussaat begonnen werden. Mit etwas Glück kann schon im Juli geerntet werden – und das bis September sogar mehrmals. Dafür ist es wichtig, die Gurken behutsam mit beiden Händen zu pflücken, um die Ranken nicht zu beschädigen. Wer gerne alles auf einmal ernten möchte, sollte sich für eine gut abgestimmte Mischkultur entscheiden: Salat, Radieschen und Kresse zum Beispiel werden zur gleichen Zeit geerntet. Das erspart einem die wiederholte Arbeit. Kräuter kann man fast das ganze Jahr über ernten und so immer frisch verarbeiten. Wer sie jedoch konservieren möchte, zum Beispiel Salbei oder Thymian für den hausgemachten Tee, sollte für den höchstmöglichen Ernteertrag warten, bis sie in voller Blüte stehen. Doch für jede deiner selbstangebauten Pflanzen gilt: Das Warten lohnt sich! Freu dich schon mal auf deinen knackigen Salat und einen erfrischenden Erdbeer-Shake.

Zusammen wachsen: mobile Gemeinschaftsgärten

Du hast selbst nicht genug Platz, um all deine Pflanzen zu züchten, du willst es nicht alleine machen oder du möchtest zu mehr Nachhaltigkeit beitragen? Dann ist vielleicht ein Gemeinschaftsgarten das Richtige für dich. Fast in ganz Deutschland gibt es diese Projekte, bei denen Bürger zusammen ein Stück Land bestellen. Zum Beispiel den Prinzessinnengarten in Berlin oder das Gemeinschaftsprojekt NeuLand in Köln, die Gemeinschaftsgärten Essen, die Guerillagärtner in München und das Gartendeck in Hamburg. Bestimmt findest du so einen Garten auch in deiner Stadt! Auf die Plätze, fertig, Spross!

Garten, Pflanzen, Balkon

„Mach mal“ – Die Community zum Heim­werken in Haus und Garten wird ge­trag­en vom Hersteller­verband Haus & Garten e.V. sowie dessen Mit­glieds­unter­nehmen: