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01.08.2013

Wasser Marsch! Die richtige Bewässerung für Balkon und Garten

Gerade an heißen Sommertagen ist es wichtig, das eigene Balkon- oder Gartenparadies mit ausreichend Wasser zu versorgen. Denn nicht nur der Mensch braucht bei hohen Temperaturen mehr Flüssigkeit, sondern auch die Pflanzen. Aber wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt zum Gießen, und was macht man während der Urlaubstage mit den Blumenbeeten? Wir haben die wichtigsten Tipps für euch gesammelt, also: Wasser marsch!

Wasser Marsch! (Bildquelle: Toom)

Tongranulat verhindert Staunässe (Bildquelle: Floragard)

Am Besten in Portionen wässern (Bildquelle: Kärcher)

Dank Spritzschutz bleibst du trocken (Bildquelle: Kärcher)

Die Wassermenge immer im Blick (Bildquelle: Gardena)

Quak, Quak! (Bildquelle: Scheurich)

Die Sprayboys machen eine gute Figur (Bildquelle: Scheurich)

Wenn die Pflanzen in den Beeten oder Blumentöpfen ihre Köpfe hängen lassen und ihre Blätter einrollen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie zu wenig Wasser bekommen. Das kann trotz regelmäßigem Gießen passieren, nämlich dann, wenn falsch gegossen wird. Was aber ist die richtige Gießmethode?

Wichtig ist zunächst die Uhrzeit: Du solltest wenn möglich am frühen Morgen gießen, denn dann ist es draußen noch kühl, so dass nur ein sehr geringer Teil des Gießwassers verdunstet – die Pflanzen sind dann für den restlichen Tag ausreichend mit Wasser versorgt. Wird hingegen erst gegen Abend gegossen, können bei hohen Temperaturen vor allem Pflanzen mit hohem Wasserbedarf über den Tag hinweg austrocknen. Wenn zu spät abends gegossen wird und die Erde über Nacht zu feucht ist, kann das zudem vermehrt Schnecken anlocken und die Pflanzen werden anfälliger für Pilzerkrankungen. Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, ist das Gießen in der prallen Mittagshitze. Erstens verdunstet der Großteil des Gießwassers dann sehr schnell, so dass die Wurzeln nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden. Zweitens können die Blätter verbrennen, wenn das Sonnenlicht sich in den Wassertropfen bricht.

Nicht nur der richtige Zeitpunkt ist von Bedeutung, auch auf Menge und Frequenz kommt es an. Hier gilt als Faustregel: Lieber seltener, aber dafür ausgiebig wässern. Falsch ist in jedem Fall, täglich und dafür nur spärlich zu gießen, denn dann dringt das Wasser nur oberflächlich in die Erde ein und die Wurzeln können sich nicht mit Wasser vollsaugen. Zu häufiges kräftiges Gießen dagegen führt zu Staunässe – eine sehr schlechte Voraussetzung für gesundes Wurzelwachstum. Durch die Verwendung von Tongranulat als Drainageschicht kannst du die Wasserversorgung optimieren und schädliche Staunässe vermeiden. Wie das richtig funktioniert, zeigt Floragard in dem Projekt „Staunässe adé!“.

Um Schäden an den Blättern zu vermeiden, sollte das Wasser immer in Portionen zugeführt werden: Erst weiter gießen, wenn der erste Wasserschub in die Erde eingesickert ist. Nur so kannst du sicher sein, dass auch wirklich das gesamte Gießwasser bei den Wurzeln ankommt. Wenn du mit dem Gartenschlauch gießt, achte darauf, dass kein harter Strahl die Pflanze trifft, denn das kann Blätter und Äste beschädigen oder sogar die Wurzeln freilegen.

Es lassen sich also ein paar Pauschalregeln aufstellen, aber dennoch gilt: Unterschiedliche Pflanzenarten brauchen auch unterschiedlich viel Wasser. Alle frisch gepflanzten Blumen und Keimlinge müssen anfangs viel gegossen werden, damit die Wurzeln sich weiterentwickeln können. Je größer die Blätter der Pflanze sind, desto mehr Wasser braucht sie. Pflanzen wie Lavendel, Zitrusbäumchen oder Lorbeer, die ursprünglich aus dem mediterranen Raum stammen, kommen hingegen wesentlich besser mit Trockenheit aus. Außerdem gilt: Topfpflanzen brauchen öfter Wasser als Pflanzen im Beet, da sie von weniger Erde umgeben sind, die das Wasser speichern kann. Dementsprechend welken Balkonpflanzen bei unregelmäßiger Wasserzufuhr auch schneller. Deshalb ein Tipp: Bepflanze lieber einen großen und tiefen Blumentopf mit mehreren Pflanzen anstatt einzelne Blumen in kleine Töpfe zu setzen. Auch der Rasen braucht im Sommer ausreichend Flüssigkeit. Große Grünflächen lassen sich am Einfachsten mit einem Rechteckregner bewässern. Das Modell von Kärcher hat ein praktisches Extra für wasserscheue Hobbygärtner: Die Spritzschutzfunktion ermöglicht es, den bereits laufenden Regner zu justieren, ohne dabei nass zu werden. Mit einer drehbaren Hülse wird ein Teil der Düsen abgedeckt, so dass du nicht nass gespritzt wirst.

Auch die Art des Wassers macht einen Unterschied: Regenwasser ist für das Gießen besonders gut geeignet, denn es ist kalkärmer und hat einen niedrigeren ph-Wert als Leitungswasser. Wer Regenwasser sammelt kann zudem ganz leicht Wasserkosten sparen. Bei großen Gärten rentiert sich schnell eine unterirdische Zisterne. Kleinere Gärten sind mit Regentonnen bestens versorgt. Zum leichten Abfüllen des Wassers aus der Tonne gibt es zum Beispiel von der toom Qualitätseigenmarke eine Regenfasspumpe: Diese kannst du einfach in das Fass einhängen und so Wasser an Gießkanne, Schlauch oder die automatische Beregnung liefern.

Wer nicht so oft gießen will, kann die Balkon- und Gartenpflanzen dazu erziehen, weniger Wasser zu brauchen. Gießt man die Blumen immer erst kurz bevor sie ihre Köpfe hängen lassen, bilden sie ihre Wurzeln stärker aus, weil sie diese nach Wasser ausstrecken. Pflanzen mit gut ausgebildeten Wurzeln benötigen deutlich weniger Wasser und sind außerdem wesentlich robuster. Ein weiterer Trick ist das Mulchen des Bodens: Dadurch kann der Boden mehr Wasser aufnehmen und dieses länger speichern. Rindenmulch, Granitsplit oder Kieselsteinchen gibt es in jedem Bau- und Gartenmarkt. Gartenbeete solltest du regelmäßig durchhacken. Dadurch werden Hohlräume im Boden versetzt und die Erde wird weniger luftdurchlässig. So kann das Gießwasser nicht so schnell verdunsten. Den Wasserverbrauch beim Gießen kannst Du mit dem Gardena Wassermengenzähler überwachen, einem digitalen Messgerät, das an den Gartenschlauch oder Wasserhahn angeschlossen wird. Auf einem handlichen Display kannst du sowohl den täglichen Wasserverbrauch als auch den der ganzen Gartensaison ablesen und behältst so den Überblick über deine Ausgaben.

Natürlich müssen die Pflanzen auch während der Urlaubstage gut versorgt werden. Selbst wenn du keinen hilfsbereiten Nachbarn hast, brauchst du dir keine Sorgen um deine grünen Lieblinge zu machen – im Handel gibt es eine Vielzahl von automatischen Bewässerungssystemen, die die Gartenpflege übernehmen. Beispielsweise mit dem Bewässerungscomputer der toom Qualitätseigenmarke lassen sich Start- und Endzeitpunkt der Bewässerung zur voreingestellten Zeit regeln. Mit den Lechuza Erd-Bewässerungs-Systemen können sich die Pflanzen bis zu 12 Wochen mit genau der Menge an Wasser und Nährstoffen versorgen, die sie für ein optimales Wachstum benötigen. Während eines Kurztrips werden Topfpflanzen und Gartenbeete mit dem kleinen Plastikfrosch Froggy von Scheurich gut versorgt. Dieser kann bis zu 140 Milliliter Wasser speichern, welches er dann über einen Tonstecker nach und nach an die Erde abgibt.

Blumengießen ist nicht nur ein notwendiger Arbeitsschritt, es kann auch eine schöne Beschäftigung mit der Familie sein: Ausgestattet mit einer hübschen Gießkanne finden es auch Kinder toll, beim Gießen zu helfen und Verantwortung für ihre Pflanzenfreunde zu übernehmen. Schön bunt kommen zum Beispiel die Sprayboys von Scheurich daher. Für die ersten eigenständigen Gießversuche eignet sich zum Beispiel die Grünlilie. Sie passt sich nahezu jedem Raumklima an und verzeiht es Dir, wenn du sie mal ein paar Tage auf dem Trockenen lässt. Und für kleine Wassermänner, die vom Gießen gar nicht genug bekommen, sind Zyperngräser eine tolle Idee. Sie vertragen viel Wasser und freuen sich auch über spontane Bewässerungsattacken.

Garten, Balkon, Bewässerung, Pflanzen, Sommer

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