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03.04.2014

Die richtige Dosis Sonnenlicht – Rollos, Markisen & Co.

Im Frühling scheint die Sonne immer öfter durchs Fenster. Wenn es zwischendurch mal zu hell wird, helfen Rollos, Jalousien, Gardinen und Fensterläden beim Abdunkeln der Zimmer, außerdem schützen sie vor unerwünschten Blicken und können sogar isolieren. Wir stellen praktische und dekorative Lösungen vor.

Ein klassischer Fensterladen aus behandeltem Holz (Bildquelle: Bondex)

Ein gut gedämmter Rollladenkasten lässt keine Wärme entweichen (Bildquelle: Alfred Schellenberg)

Rollos gibt es in vielen verschiedenen Mustern und Farben (Bildquelle: Liedeco)

Das Thermoplissee bildet wärmeisolierende Waben (Bildquelle: Liedeco)

Auf und ab: Plissees kann man genau so einstellen, wie man sie gerade benötigt (Bildquelle: Gardinia)

Ein Seilzug hält die Lamellen in Position (Bildquelle: Liedeco)

Die Lamellen lassen das Licht im gewünschten Winkel einfallen (Bildquelle: Liedeco)

Mit den Schiebegardinen lässt sich das Fenster nach Wunsch komplett oder nur teilweise bedecken (Bildquelle: Liedeco)

Das schöne Design fügt sich gut in den Raum ein (Bildquelle: Gardinia)

Die Pergola kann man auf Rollen immer an die richtige Stelle schieben

Fensterläden

Fensterläden gab es schon lange, bevor es Fensterscheiben gab. Mit ihnen hat man früher das Hausinnere vor Witterung und Langfingern geschützt. Fensterläden bestehen meistens aus behandeltem Holz. Sie dienen als Sonnen- und Sichtschutz, werden heutzutage häufig aber auch nur als Deko-Element an der Hausfassade genutzt. Bondex zeigt in einer Anleitung, wie man verwitterte Fensterläden auffrischen und renovieren kann.

Rollläden

Fest installierte Rollläden bestehen meist aus PVC oder Aluminium und halten Licht, fremde Blicke, Geräusche und Einbrecher fern. Die modernen Modelle kann man per Knopfdruck stufenlos rauf und runter fahren, bei älteren funktioniert das per Seilzug. Wer in einem älteren Haus wohnt, wo die Rollkästen noch nicht gedämmt sind, kann diese ganz einfach nachrüsten. A. Schellenberg zeigt in einem Projekt, wie das geht.

Rollos

Rollos werden innen montiert, sind dem Rollladen aber technisch ähnlich. Eine blickdichte Stoffbahn wird auf einer Welle auf- und abgewickelt, dazu dient ein Seitenzug mit einer Perlenschnur. Sogenannte Schnapprollos kann man an einem kleinen Griff auf die gewünschte Länge herausziehen. Mit einer Schienenführung sind sie sogar für Schrägfenster geeignet, außerdem wird das Fenster lückenlos abgedeckt. Einige Hersteller bieten einen Druckservice an, der eigene Fotos oder Motive auf das Rollo bringt. Velux bietet Rollos im Disney-Design an.

Plisseeanlage

Plisseeanlagen bestehen meist aus Baumwolle oder Polyester. Der horizontal gefaltete Stoff wird über seitliche Schienen wie eine Ziehharmonika zusammengeschoben und kann sowohl von oben als auch unten stufenlos verschoben werden. Häufig wird ein Gestell aus Drahtseilen in den Fensterrahmen eingeklemmt. So lässt sich das Fenster auch bei heruntergelassenem Plissee öffnen, eine Montage am Schrägfenster ist ebenfalls möglich. Auch eher ungewöhnliche Fensterformen wie runde Fenster, Bogenfenster und verwinkelte Fenster können mit der Plisseeanlage verkleidet werden. Das Easyfix Plissee von Gardinia ist sogar Produkt des Jahres 2014. Es wird mit dem Easyfix Klebe- und Klemmkonzept am Fenster befestigt – einfach zu montieren, einfach zu lösen, einfach schick. Eine Bonusfunktion haben Thermoplissees, zum Beispiel von Liedeco. Der Stoff bildet beim Herablassen wabenförmige Luftkammern, die die Wärme im Haus halten und so beim Energiesparen helfen.

Jalousien

Jalousien ermöglichen den Blick aus dem Fenster, ohne, dass jemand von außen hereinschauen kann. Dafür sorgen die horizontal ausgerichteten Lamellen aus Alu oder Kunststoff, die man über einen Wendestab drehen und über eine Zugschnur in der Höhe verstellen kann. Je kleiner das Fenster, desto schmaler sollten die Lamellen sein. Dadurch wirkt der Sichtschutz nicht wuchtig, sondern fügt sich schön in das Gesamtbild ein. Jalousien kann man mit einer Klemmstange direkt in den Fensterflügelrahmen spannen, so lassen sich die Fenster auch bei geschlossener Jalousie öffnen und kippen.

Lamellenvorhang

Anders als bei der Jalousie sind die Lamellen in einer Oberschiene befestigt und hängen senkrecht herab. So lagert sich weniger Staub auf den Lamellen ab. Besonders an großen Fensterfronten bieten sie einen eleganten Licht- und Blickschutz. Die Lamellen bestehen meist aus Textil, können aber auch aus Alu oder diversen Naturfasern gefertigt werden. Sie sind einzeln in der Schiene befestigt, aber verbunden über eine Perlenschnur, mit der man die Lamellen drehen oder an einer Seite zusammenfahren kann. Das geht auch prima bei Schrägen – hier müssen die Lamellen einfach auf die richtige Länge gekürzt werden.

Gardinen und Vorhänge

Mit Textilien kann man gleichzeitig den Raum abdunkeln und das Fenster dekorieren. Ein Stoff in knalligen Farben oder ausgefallenen Mustern macht sich vor einer schlichten Wand besonders gut. Mit Satinbändern kann man den Stoff zusammenbinden und bei Bedarf zur Seite schieben. Im Schlafzimmer sollte man einen Vorhang aus blickdichtem Stoff wählen, der etwas breiter und länger als das Fenster selbst ist. Wer gerne variiert, sollte sich für Schiebegardinen (auch „Flächenvorhänge“) entscheiden. Diese bestehen aus glatten, bodenlangen Stoffbahnen unterschiedlicher Textur. Häufig wird japanisches Washi-Papier in Milchglas-Optik verwendet, das viel Licht hereinlässt. Schatten spenden Bahnen aus Leinen, die farblich an den Raum angepasst sind. Es wird ein Schienensystem an der Decke befestigt, in dem man die unterschiedlichen Stoffbahnen auf verschiedenen Ebenen dorthin schieben kann, wo man sie gerade braucht. Von Gardinia gibt es ein Modell mit abwechselnd transparenten und blickdichten Segmenten. Diese sind versetzt angeordnet, sodass man eine komplett blickdichte Bahn erhält, wenn man zwei voreinander schiebt.

Markisen und Sonnensegel

Markisen gibt es für Balkons, Terrassen und Gärten. Eine Tuchwelle wird an der Hauswand befestigt, auf die die Markise manuell oder elektrisch auf- und abgerollt wird. Häufig verwendete Materialien sind PVC und beschichteter Stoff. Je nachdem, wie die Sonne gerade steht und wie viel Schatten man möchte, kann man die Markise entsprechend weit herausfahren. Ein schönes Deko-Element für den Garten bietet die Pergola, die Bondex zum mobilen Schattenspender aufgewertet hat.

Mehr Tipps
Die Lichtverhältnisse zu regeln, ist auf Reisen nicht so einfach. Eine Schlafbrille kann Abhilfe schaffen. Damit auch zu Hause alles glatt läuft, sollte man bei Abwesenheit die Rollos herunterlassen. Das schützt sowohl vor Einbrechern als auch vor Wärmestau. Immer geschlossene Rollläden können aber verdächtig wirken – ein elektrischer Rollladen-Timer lockt potentielle Einbrecher auf die falsche Fährte. Ein optisches Extra verpasst man seinem Eigenheim mit bemalten Rollläden. Wer sich noch nicht sicher ist, welcher Sonnenschutz aus welchem Material und mit welchem Muster in die eigenen vier Wände passt, der kann beim Hersteller kostenlose Muster anfordern.

Haus, Beleuchtung, Sommer

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