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15.06.2015

Gewusst wie: Arbeiten mit Lacksprays

Motip Dupli erklärt, wie man ganz einfach Farbe ins Leben bringt. Hier erfahrt ihr alles über das Arbeiten mit Sprühfarben, die richtige Vorbereitung, Sprühtechniken und die Ausbesserung von kleinen Fehlern.

Vor dem Sprühen nicht vergessen die Sprühsicherung zu entfernen. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Um Patzer zu vermeiden, am besten neben dem Projekt Probe sprühen. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Wer drinnen sprüht, sollte den Raum gut belüften. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Holzgrundierung für ein Vogelhäuschen.

Und schon hängen viele bunte Vogelhäuschen im Baum. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Für größere Flächen: der „Spraymaster“ für ermüdungsfreies Sprühen. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Das Rosteffekt-Spray zaubert realistisch wirkenden Rost. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Ein gelungener Marmor-Effekt mit dem Marble-Spray. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Der Marmor-Look macht sich gut im Wohnzimmer. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

Vasen im Pastellton. (Bildquelle: MOTIP DUPLI)

 Das Lackieren mit der Spraydose ist kinderleicht und macht Spaß, weil die Ergebnisse schnell sichtbar sind. Selbst große Flächen können im Handumdrehen verändert werden und weder Pinsel noch anderes Arbeitsgerät werden schmutzig und müssen hinterher gereinigt werden.

Wer möchte, kann sich seinen individuellen Lack im Fachhandel mischen und in pre-fill (also bereits vorbegasten) Dosen abfüllen lassen. So gelangt man schnell und einfach an seine individuelle Sprühfarbe.

Wie das Arbeiten mit Sprühfarbe am besten gelingt

Auch wenn der Einsatz von Sprühdosen sehr leicht ist (Deckel ab, schütteln und los geht’s), ist es wichtig, ein paar Grundregeln zu beachten. Zum Beispiel solltest du nie auf Rost oder losen Altanstrichen arbeiten. Auch Staub und Fett(-finger) sind ein absolutes No-Go, denn dort haftet der Lack nicht oder nur schlecht, es entstehen auch unschöne Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche.

Gegebenenfalls solltest du also den Untergrund entrosten, und ihn danach etwa zwei bis drei Mal mit Schleifpapier anschleifen. Erst mit grober, dann mit feiner Körnung. Die durch den jeweils vorhergegangenen Schleifvorgang entstandenen Schleifriefen können so wieder entfernt werden. Und nicht vergessen, danach den Schleifstaub gründlich mit einem trockenen Tuch zu entfernen!

Bei glatten Untergründen wie Kunststoff oder Edelstahl, und saugfähigen Untergründen wie Holz, muss mit der passenden Grundierung vorgesprüht werden. Bei DUPLI-COLOR findest Du eine große Auswahl an passenden Grundierungen für jedes Material.

Fazit: Der Untergrund muss sauber, trocken und gegebenenfalls grundiert sein, dann gelingt das Lackieren am besten.

Für welche Materialien ist welche Farbe am besten geeignet?

Sprühdosen beinhalten hauptsächlich Acryllacke, Kunstharzlacke oder Lacke auf Wasserbasis. Jeder von ihnen hat unterschiedliche Vorteile, daher lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Eigenschaften.

Acryllacke können jederzeit mit einem anderen Acryllack oder, nachdem sie vollständig getrocknet sind, sogar mit Kunstharzlacken überarbeitet werden. Apropos trocken: So schnell wie ein Acryllack schafft es sonst keiner! Innerhalb von 15 Minuten klebfrei, das ist schon was. Auch in punkto Beständigkeit hat er den anderen Lackarten etwas voraus: Er ist kratzfester, härter, elastischer, vergilbt weniger und ist beständiger gegen Reinigungsmittel und Umwelteinflüsse.

Kunstharzlacke punkten hingegen mit der Vielseitigkeit. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet oder Material, für das sich ein Kunstharzlack nicht eignet. Vor allem für sehr saugfähige Untergründe und großen Flächen, für die ein schöner Verlauf für eine gleichmäßige Lackierung wichtig ist, sind sie geeignet. Außerdem glänzen sie stärker, lassen sich leichter verarbeiten und sind meist auch preisgünstiger.

Wasserbasislacke sind die erste Wahl für Anwender mit grünem Gewissen. Nahezu 100% der Lösemittel werden durch Wasser ersetzt, was sie umwelt- und anwenderfreundlich macht. Mit den geruchsarmen Aqua-Lacken kann auch bedenkenlos im Innenbereich gesprüht werden.

Wer sich Anregungen holen möchte, kann auf den Internetseiten von MOTIP DUPLI stöbern. Dort wird eine ganze Reihe toller Effektsprays gezeigt, zum Beispiel das Marble-Spray, mit dem auf einem Uni-Lack ein Marmor-Effekt erreicht wird, oder Diamant Spray für den, der’s glitzernd mag. Auch Neon-, Metall-, 3-D Effektsprays und viele andere stehen zur Auswahl.

Was sind die besten/ungewöhnlichsten Techniken?

Um eine glatte und einwandfreie Oberfläche zu erzielen, darf beim Lackieren nichts schief gehen. Aber – durch zwei absichtlich unverträgliche Materialien kann man auch unverwechselbare Unikate und tolle Eyecatcher schaffen. Bei der Craquele-Technik bildet sich ein netzartiges Gitter von Rissen, das optisch viel hermacht. Es entsteht, wenn ein Kunstharz- mit einem Acryllack überlackiert wird.

Spaß macht es auch, bekannte Objekte mit einer ungewöhnlichen Oberfläche zu verändern. Nimm zum Beispiel das Rosteffekt-Spray von DUPLI-COLOR und einen farbigen Uni-Lack. Sprühe diesen partiell auf dein Objekt auf und lackiere danach mit dem Rosteffekt-Spray nicht ganz deckend. Die Unregelmäßigkeit lässt den Rost realistisch wirken und jeder ist verblüfft, wenn auf dem Gartenteich eine rostige Gummiente schwimmt. Wer mag, kann sein Kunstobjekt noch mit Materialien wie Blattgold, Wachs- oder Filzstiften verfeinern.

Wie trägt man sauber auf und wie hält die Farbe am längsten?

Bevor der Zeigefinger durchgedrückt wird, solltest du einige Dinge beachten. Als erstes: Wo sprühe ich? An einem windgeschützten Ort im Freien können wunderschöne Dinge entstehen, aber auch innen ist Spraylackieren möglich, wenn der Raum sich gut belüften lässt. Da die Lösemittel die Atemwege reizen können, sind Einweg-Masken ein guter Tipp.

Damit man hinterher nicht dauerhaft an das Sprüh-Ereignis erinnert wird, muss die Umgebung sorgfältig vor Farbnebel geschützt werden. Am besten mit großformatigem Papier und Klebeband alles, was nicht den neuen Look erhalten soll, abkleben. Für einen gleichmäßigen Farbauftrag ist auch die Temperatur wichtig, 20-25°C und nicht unter 10°C und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.  

Damit sich die Farbpigmente mit den anderen Inhaltsstoffen innerhalb der Dose vermischen, muss die Spraydose gut geschüttelt werden. Und zwar ca. zwei Minuten lang so stark, dass die Kugeln in der Dose zu hören sind. Dann im „Kreuzgang“ sprühen, das bedeutet, die einzelnen Schichten werden beispielsweise zuerst waagrecht von rechts nach links gesprüht. Dann von oben nach unten und so weiter, je nachdem wie viele Lackschichten benötigt werden. Die Sprührichtung immer außerhalb der zu besprühenden Fläche wechseln, so entsteht eine homogene Oberfläche mit schönem Verlauf, die keine sichtbaren Übergänge zeigt. Wichtig ist auch der Abstand. So ungefähr 20 bis 25 cm sind optimal.

Kann ich Farben selber mischen?

In einer Sprühdose ist der Lack mit Lösemitteln und Treibgas in optimaler Mischung bereits gebrauchsfertig vorhanden. Mischen ist nicht nötig und ist durch das geschlossene System auch nicht möglich.

Wenn’s mal passiert: Wie kann ich Patzer ausbessern?

Bei kleineren Mängeln kannst Du es mit Polieren versuchen. Haftungsprobleme können selten ausgebessert werden, häufig muss die schadhafte Stelle abgeschliffen und noch einmal lackiert werden. Nicht vergessen: Gut vorbereiten, abschleifen und grundieren. Patzer können auch vermieden werden, indem man zuerst an einer unauffälligen Stelle oder neben dem Projekt Probe sprüht. So prüft man die Materialverträglichkeit, das Sprühverhalten und macht sich mit der Funktionsweise vertraut. Und zum Schluss noch die Dose umdrehen und den Sprühkopf leersprühen, damit keine Farbreste eintrocknen und Klümpchen bilden. So gelingt auch das nächste Sprühprojekt!

Zwei Tipps noch am Schluss: Nicht vergessen, die Sprühsicherung vor dem Sprühen zu entfernen. So manchem Zeigefinger wären Schmerzen erspart geblieben, hätte man den kleinen roten Ring, der unter dem Sprühkopf liegt, herausgenommen. Und bei größeren Flächen den „Spraymaster“ von MOTIP DUPLI für ermüdungsfreies Sprühen einsetzen. 

 

Farbe, Deko

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