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05.10.2015

Gewusst wie: Schalter und Steckdosen in Feuchträumen installieren

Wasser und Elektrizität sind – vielleicht mit der kuriosen Ausnahme des Zitteraals – keine gute Verbindung. Schließlich leitet Wasser sehr gut und kann so lebensbedrohliche Spannung abgeben oder es kommt zu gefährlichen Kurzschlüssen. Die Anforderungen an die elektrischen Installationen in Feuchträumen sind daher besonders hoch. Die Heinrich Kopp GmbH kennt sich mit Elektroinstallationen in einer solchen Umgebung aus und erklärt, worauf zu achten ist, wenn zum Beispiel eine Steckdose eingebaut wird.

(Bildquelle: Heinrich Kopp GmbH)

Feuchträume sind Räume, in denen Wände, Böden oder Geräte mit Wasser abgespritzt werden. Gewächshäuser und unbelüftete Keller zählen ebenso dazu, weil hier eine überdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit zu erwarten ist. Badezimmer und Küche werden heutzutage nicht mehr als Feuchträume definiert, da es in diesen Räumen immer nur stoßweise nass wird. Trotzdem: Sollen in Bad oder Küche Lichtschalter und Steckdosen montiert werden, müssen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.

Worauf ist zu achten?

Elektrische Anlagen in Feuchträumen müssen unterschiedliche Schutzarten aufweisen. Für Spritzwasserschutz ist beispielsweise die Schutzart IPX4 verpflichtend, bei direktem Wasserkontakt IPX5 und bei Hochdruckstrahlern ist sogar IPX8 vorgeschrieben. Die Ziffern geben jeweils den Schutzgrad an – je höher die Zahl, desto besser der Schutz. Außerdem müssen die elektrischen Anlagen vor Korrosion geschützt sein, Dämpfe, Laugen, Säuren oder Öl abweisen, sie müssen Temperaturschwankungen aushalten und für Fremdkörper undurchlässig sein. Bei Letzterem hilft schon ein Klappdeckel, der langlebig, lichtecht und bruchfest sein sollte.

Kabel und Kabelführungen haben ähnlich strenge Auflagen. Es dürfen nur Installationsleitungen mit der Bezeichnung „NYM“ und Kabel mit der Bezeichnung „NYY“ verwendet werden. „N“ steht dabei beispielsweise für „Normenleitung“ und „M“ für „Mantelleitung“. Wird eine Steckdose angeklemmt, müssen die Kabeleinführungen sauber abgedichtet sein. Dies ist sehr wichtig, denn jeder einzelne Anschluss und Leitungsübergang birgt die Gefahr, dass doch etwas Wasser eindringen kann. Und je dichter der Übergang, desto besser!

Welche Schalter und Steckdosen sind geeignet?

Bei so hohen Anforderungen sind auf jeden Fall qualitativ hochwertige Produkte die richtige Wahl. Gutes Elektroinstallationsmaterial für Feuchträume ist robust, Halogen- und PVC-frei und resistent gegen chemische Einflüsse und Temperaturschwankungen.

Sicherheitsregeln

In Anbetracht dieser besonderen Bedingungen in Feuchträumen ist es für den nicht geübten Heimwerker oftmals besser, die Elektroinstallationen professionellen Installateuren zu überlassen. Denn der ist mit den Sicherheitsregeln gemäß DIN VDE 0620 vertraut. Natürlich kann aber auch der Profi-Heimwerker die Regeln nachlesen und sicher und nachhaltig Lichtschalter oder Steckdosen installieren.

Feuchtraum-Schalter

Wenn in einem Feuchtraum eine Steckdose installiert werden soll, ist das professionelle Schalterprogramm „Blue Electric“ bestens dafür geeignet. Die Schalter lassen sich einfach und komfortabel einbauen – dafür sorgen eine Verdrahtung in alle Richtungen, serienmäßige Beleuchtung und die Möglichkeit der Beschriftung. Weitere Vorteile für die schnelle Steckdosen-Installation sind diagonal angeordnete Anschraub-Langlöcher sowie Gehäuseschrauben mit Schnellgewinde. So steht der Installation im Keller, Kühl- oder Gewächshaus nichts mehr im Wege.

www.kopp.eu

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